sabato 7 febbraio 2026

Un piccolo saggio esteso su Demian di Hermann Hesse


“Demian”, pubblicato nel 1919 sotto lo pseudonimo Emil Sinclair, non è un semplice romanzo di formazione, ma un documento interiore di scossa, risveglio e ricerca di una voce capace di orientare l’uomo nelle epoche di disgregazione spirituale. Hesse non racconta un adolescente che cresce, ma una coscienza sospesa tra due mondi, la sfera luminosa, regolata e decorosa della vita borghese, e la zona più intensa, più inquieta e più vera dell’interiorità. Questa divisione è il motore della storia. Sinclair comprende presto che la presunta purezza del suo ambiente è un velo; dietro si nasconde una trama di paure, interdizioni e convenzioni. Solo l’incontro con Demian gli spalanca la possibilità di riscrivere il codice morale ricevuto e di leggere la vita con occhi nuovi. Demian è più di un amico, è specchio sincero e valido, guida, provocazione, un segnale vivente di un diverso livello di consapevolezza. La sua reinterpretazione della storia di Caino, non come criminale, ma come uomo marchiato da un occhio più vigile, da un destino più solitario, agisce su Sinclair come un rito d’iniziazione. Chi porta un segno interiore diventa inevitabilmente straniero nel mondo della massa. Hesse enuncia così un principio decisivo, seguire la propria voce significa perdere appartenenza e conquistare identità. Con il simbolo di Abraxas il romanzo introduce un’idea estrema, la riunione di luce e ombra in un’unica totalità non moralizzata. Abraxas rappresenta ciò che le religioni normative escludono, la natura duplice dell’essere umano, fatta tanto di forze creative quanto di impulsi distruttivi. La maturazione di Sinclair consiste nell’integrazione di queste potenze. Qui Hesse si avvicina alla futura teoria junghiana dell’individuazione, diventare sé stessi significa accogliere ciò che si era rimosso. Frau Eva, una delle figure più enigmatiche del libro, non è un oggetto di desiderio idealizzato, ma un polo archetipico che incarna maturità, profondità, libertà interiore. In lei Sinclair contempla ciò che desidera diventare, una forma di completezza che unisce intimità e lucidità. La narrazione scorre verso l’ombra della Prima guerra mondiale, presentata non come dramma patriottico, ma come prova decisiva. Il crollo esterno rispecchia la crisi interna. Il saluto finale di Demian non dona conforto, ma impegno, custodire la propria voce anche quando il mondo brucia. “Demian” continua a parlare perché pone domande radicali, come trovare il proprio cammino oltre aspettative e norme? come avvicinarsi al lato oscuro della propria personalità senza esserne travolti? come vivere in un’epoca in cui le strutture esterne sono fragili? Hesse non offre dottrine, ma una sfida personale. Il libro risuona soprattutto in chi attraversa periodi di trasformazione, in chi avverte la tensione tra autenticità e conformità sociale. “Demian” mostra che la vera maturità è la capacità di costruire un asse interiore stabile, indipendente dal rumore del mondo. Nel 2026 si legge “Demian” come uno specchio intelligente che rifiuta le menzogne. Il testo parla con una chiarezza severa e gentile, tipica delle opere nate da una necessità esistenziale. Hesse ricorda che il cammino verso l’interno è l’unico che non inganna. Tutto il resto distrae inutilmente.

Roberto Minichini, febbraio 2026

Ein kleiner aber ausführlicher Beitrag über Demian von Hermann Hesse


„Demian“, 1919 unter dem Pseudonym Emil Sinclair erschienen, ist kein gewöhnlicher Entwicklungsroman, sondern ein inneres Dokument der Erschütterung, des Erwachens und der Suche nach einer Sprache, die dem Menschen in Zeiten geistiger Zersplitterung Orientierung gibt. Hesse schreibt nicht über einen Jugendlichen, der erwachsen wird, sondern über eine Seele, die zwischen zwei Welten lebt: der hellen, moralisch regulierten Sphäre der bürgerlichen Ordnung, und der dunkleren, intensiveren Zone der inneren Wahrheit. Diese Spaltung ist der Motor der Handlung. Sinclair erkennt früh, dass die scheinbare Reinheit seiner Herkunftswelt trügerisch ist; darunter liegt ein Geflecht aus Verboten, Ängsten und Konventionen. Erst der Kontakt mit Demian eröffnet ihm die Möglichkeit, die moralischen Erzählschablonen zu durchbrechen und das Leben neu zu lesen. Demian ist mehr als ein Freund: Er ist Spiegel, Mentor, Versuchung, Verkünder einer vertieften Sicht auf Mensch und Welt. Seine Neuinterpretation der Kain-Geschichte, nicht als Verbrechen, sondern als Zeichen eines überlegenen Bewusstseins, wirkt auf Sinclair wie eine Initiation. Der Einzelne, der „etwas in den Augen“ trägt, wird notwendig Fremder für die Masse. Hesse formuliert hier eine fundamentale Einsicht: Wer seiner inneren Stimme folgt, verliert Zugehörigkeit und gewinnt Identität. Mit dem Symbol von Abraxas führt der Roman eine radikale Idee ein: die Vereinigung von Licht und Schatten in einer einzigen, nicht moralisch geteilten Ganzheit. Abraxas steht für das, was traditionelle Religionen ausblenden, dass der Mensch aus schöpferischen und zerstörerischen Kräften besteht. Sinclairs Reifung besteht aus der Integration dieser Gegensätze. Hier nähert sich Hesse der späteren jungianischen Theorie des Individuationsprozesses, Ganzwerden bedeutet, die verdrängten Kräfte anzuerkennen. Frau Eva, eine der geheimnisvollsten Gestalten des Buches, ist keine bloße Projektionsfläche, sondern ein archetypischer Pol, der Reife, Schönheit, geistige Tiefe und innere Freiheit verkörpert. In ihr sieht Sinclair das Ziel seines Werdens: ein Zustand, der Intimität, Erkenntnis und Ruhe vereint. Die Handlung mündet in die Vorboten des Ersten Weltkriegs, und der Krieg erscheint nicht als patriotisches Drama, sondern als Prüfung. Der äußere Zusammenbruch spiegelt die innere Krise. Demians Abschiedsgruß hinterlässt Sinclair nicht Trost, sondern Verpflichtung: die eigene Stimme zu bewahren, auch wenn die Welt in Flammen steht. „Demian“ wirkt heute noch, weil es universelle Fragen stellt: Wie findet man den eigenen Weg gegen Erwartungen und Normen? Wie begegnet man der eigenen dunklen Seite? Wie lebt man in einer Zeit, in der äußere Ordnungen brüchig sind? Hesse antwortet nicht mit Dogmen, sondern mit einer Einladung zur Selbstprüfung. Der Roman spricht besonders Leser an, die sich in Übergangsphasen befinden, die den Druck spüren, gleichzeitig authentisch und sozial funktional zu sein. „Demian“ zeigt, dass echte Reife nicht Anpassung bedeutet, sondern die Fähigkeit, eine innere Achse zu entwickeln, die unabhängig vom Lärm der Welt stabil bleibt. Als Leser im Jahr 2026 begegnet man „Demian“ wie einem Spiegel, der keine Lügen akzeptiert. Der Text spricht direkt, klar und mit jener unerbittlichen Sanftheit, die nur Bücher haben, die aus einer existenziellen Notwendigkeit heraus geschrieben wurden. Hesse erinnert uns daran, dass der Weg nach innen der einzige Weg ist, der nicht verwechselt werden kann. Alles andere sind Ablenkungen.

Roberto Minichini, Februar 2026

giovedì 5 febbraio 2026

Hans Fallada, ein Schriftsteller, der menschliche Zerbrechlichkeit in Literatur verwandelte


Geboren 1893 in Greifswald lebte der deutsche Autor von frühester Kindheit an in einem Umfeld von Krisen, emotionaler Instabilität und einem lebenslangen Kampf mit sich selbst. Seine Jugend wurde von zwei schweren Unfällen (1909 und 1911) geprägt, die ihn monatelang ans Bett fesselten und seine Neigung zu Depression, Abhängigkeit und selbstzerstörerischen Impulsen verstärkten. Erst im dritten Satz erscheint Hans Fallada als klar umrissene Gestalt, ein Mann, der diese Wunden sein Leben lang mit sich trug und im Schreiben den einzigen festen Mittelpunkt fand, der ihn stabil hielt. In den Jahren danach folgten zahlreiche psychiatrische Einweisungen, Selbstmordversuche und eine Morphinsucht, die ursprünglich aus medizinischen Behandlungen nach seinen Verletzungen entstand. Er geriet in kleinere Diebstähle, fälschte Rezepte, um Drogen zu erhalten, und stand wiederholt vor Gericht, Erfahrungen, die später das psychologische Fundament vieler seiner Romane bildeten. 1920 wurde er als landwirtschaftlicher Verwalter wegen Unterschlagung verhaftet und verbrachte Zeit im Gefängnis, ein Abschnitt, der ihm reiches Material für zukünftige Werke lieferte. Nach seiner Entlassung zog er nach Berlin, trat in die Verlagswelt ein und begann jene erzählerische Arbeit, die ihn zu einem der schärfsten Beobachter des Alltags in der Weimarer Republik machte. Sein Blick richtete sich nicht auf die Mächtigen, sondern auf einfache Männer und Frauen, die unter Arbeitslosigkeit, Schulden, sozialem Druck und der Härte des städtischen Lebens litten. Einer seiner bekanntesten Romane, „Kleiner Mann, was nun?“ (1932), schildert das Leben eines jungen Paares, das versucht, die wirtschaftliche Krise jener Jahre zu überstehen. Das Buch wurde sofort zu einem internationalen Erfolg, weil es die Verletzlichkeit des deutschen Kleinbürgertums am Vorabend des Nationalsozialismus mit ungeschönter Klarheit zeigte. Unter dem NS-Regime versuchte Fallada, ohne offene Parteinahme zu überleben, eine nahezu unmögliche Position. Er stand unter ständiger Beobachtung der Gestapo, litt unter politischem und verlegerischem Druck und führte eine zerstörerische Ehe, geprägt von Alkoholismus, Abhängigkeiten und gegenseitiger Gewalt. 1944 schoss er während eines Streits auf seine Frau (sie überlebte) und wurde daraufhin in eine forensische Psychiatrie eingewiesen, wo er weiter manisch schrieb, während draußen das Reich zusammenbrach. Nach 1945 fand er Zuflucht in der sowjetischen Besatzungszone, der späteren DDR, wo er Schutz und eine kulturelle Aufgabe erhielt. Dort schrieb er sein letztes großes Werk, „Jeder stirbt für sich allein“ (1947), basierend auf einer wahren Geschichte. Der Roman erzählt die stille Widerstandsaktion eines Berliner Ehepaares, das anonym antinazistische Botschaften in der Stadt hinterließ. Das Buch gilt bis heute als eines der stärksten literarischen Zeugnisse gegen den Totalitarismus und als Hommage an den anonymen moralischen Mut gewöhnlicher Menschen. Seine letzten Jahre verbrachte er im Dorf Carwitz, einem scheinbaren Rückzugsort, an dem er jedoch weiterhin gegen Abhängigkeiten, Angst, körperlichen Verfall und die Last seiner Vergangenheit kämpfte. Er starb im Februar 1947 im Alter von nur 53 Jahren, ausgebrannt von Jahrzehnten innerer Kämpfe und äußerer Erschütterungen. Sein Vermächtnis ist das eines Schriftstellers, der niemals vor der menschlichen Zerbrechlichkeit zurückwich. Er schilderte das Deutschland der kleinen Angestellten, der verarmten Familien, der Übersehenen, jene Menschen, die die große Geschichte verdrängt, die er jedoch unvergesslich machte.

Roberto Minichini, Februar 2026

Hans Fallada, a writer who transformed human fragility into literature


Born in Greifswald in 1893, the German author lived from childhood within a landscape of crises, emotional instability and a lifelong struggle with himself. His adolescence was marked by two severe accidents (1909 and 1911) that left him bedridden for months and intensified his inclination toward depression, dependency and self-destructive impulses. Only in the third sentence does Hans Fallada appear as a defined figure, a man who carried these wounds throughout his entire life and found in writing the only stable axis capable of keeping him alive. In the years that followed he entered a long cycle of psychiatric hospitalizations, suicide attempts and morphine addiction, initially triggered by medical treatments after his injuries. He became involved in petty theft, forged medical prescriptions to obtain drugs and repeatedly clashed with courts and police, experiences that would later form the psychological backbone of his fiction. In 1920 he was arrested for embezzlement while working as an agricultural administrator and spent time in prison, a period that provided raw material for many of his future novels. After his release he moved to Berlin, entered the publishing world and began the narrative work that would establish him as one of the keenest observers of everyday life in the Weimar Republic. His literary gaze focused not on the powerful but on ordinary men and women crushed by unemployment, debt, social collapse and the harshness of modern urban life. One of his most emblematic novels, “Little Man, What Now?” (“Kleiner Mann, was nun?”) from 1932, follows the struggles of a young couple trying to survive the economic crisis. It became an international success because it portrayed the vulnerability of the German middle class on the eve of Nazism with a clarity few other writers achieved. Under Hitler’s regime Fallada attempted to survive without openly aligning himself, an almost impossible position. He lived under constant Gestapo surveillance, suffered editorial pressure and endured a deeply destructive marriage marked by alcoholism, addiction and episodes of mutual violence. In 1944 he shot his wife during a violent quarrel (she survived) and was confined to a criminal asylum, where he continued to write obsessively as the war collapsed around him. After 1945 he found refuge in the Soviet-controlled zone that later became the GDR, where he was protected and given a cultural role. It was here that he wrote his final masterpiece, “Alone in Berlin” (“Jeder stirbt für sich allein”), completed in 1947 and based on a real story. The novel recounts the silent resistance of an ordinary Berlin couple who defied the Nazi regime by leaving handwritten anti-Hitler messages across the city. It remains one of the most powerful literary indictments against totalitarianism and a tribute to anonymous moral courage. In his last years he lived in the small village of Carwitz, a refuge that offered only partial peace as he continued to battle addiction, fear, failing health and the weight of his past. He died in February 1947 at the age of 53, worn out by decades of excess and inner torment. His legacy is that of a writer who never looked away from human vulnerability. He portrayed the Germany of clerks, tenants, impoverished families and defeated souls, the invisible people of history whom he transformed into unforgettable figures of modern literature.

Roberto Minichini, February 2026


Hans Fallada, uno scrittore che ha trasformato la fragilità in letteratura


Nato a Greifswald nel 1893, l’autore tedesco visse fin dall’infanzia una vita segnata da crisi profonde, instabilità emotiva e un rapporto drammatico con sé stesso e con la società. La sua adolescenza fu dominata da due gravissimi incidenti (nel 1909 e nel 1911) che lo lasciarono invalido per mesi e rafforzarono la sua inclinazione alla depressione e alle dipendenze. Solo nella terza frase entra in scena Hans Fallada come figura riconoscibile, un uomo che avrebbe portato dentro per tutta la vita le ferite della gioventù e che trovò nella scrittura l’unico modo per restare in piedi. Negli anni immediatamente successivi iniziò una lunga serie di ricoveri psichiatrici, tentativi di suicidio e dipendenza da morfina, sviluppata dopo le cure mediche ricevute in seguito agli incidenti. Venne coinvolto in piccoli furti e falsificazioni di prescrizioni mediche per procurarsi stupefacenti, episodi che lo portarono davanti ai tribunali e in carcere. La sua vita rimase intrecciata per decenni con magistrati, medici, polizia e istituti psichiatrici, un ambiente che avrebbe poi descritto nei suoi romanzi con precisione e durezza. Nel 1920 fu arrestato per appropriazione indebita durante il lavoro di amministratore agricolo e scontò una pena in prigione: un’esperienza che gli offrì materiale umano e psicologico che riapparirà costantemente nelle sue opere. Dopo il rilascio si stabilì a Berlino, entrando nel mondo editoriale e iniziando una produzione narrativa che lo avrebbe reso uno degli osservatori più penetranti della vita quotidiana nella Repubblica di Weimar. Il suo sguardo non andava ai potenti ma agli uomini e alle donne travolti dall’economia, dalla disoccupazione, dagli sfratti, dalla miseria sociale. Uno dei suoi romanzi più emblematici, “E adesso, pover’uomo?” (Kleiner Mann, was nun?, 1932), segue la vita di una giovane coppia che tenta di sopravvivere alla crisi economica tedesca. L’opera divenne subito un successo internazionale perché mostrava senza filtri la vulnerabilità della classe media tedesca poco prima dell’ascesa del Nazionalsocialismo. Durante il regime di Hitler, Fallada cercò di sopravvivere senza schierarsi, una posizione quasi impossibile. Fu costantemente controllato dalla Gestapo, subì pressioni editoriali e visse un matrimonio devastante, segnato da alcolismo, dipendenze e violenza domestica reciproca. Nel 1944 sparò alla moglie durante una lite (lei sopravvisse) e venne internato in un manicomio criminale, dove continuò a scrivere compulsivamente. La guerra stava crollando e lui, rinchiuso, annotava tutto, la follia privata e quella pubblica. Dopo il 1945 trovò rifugio nella zona orientale, nella futura DDR, dove gli fu offerta protezione e un incarico culturale. Qui scrisse il suo capolavoro finale, “Ognuno muore solo” (Jeder stirbt für sich allein, 1947), basato sulla storia autentica di una coppia berlinese che oppose una resistenza minima ma eroica al regime nazista diffondendo cartoline clandestine. Il romanzo è uno dei più importanti atti d’accusa letterari contro il totalitarismo e un monumento all’eroismo anonimo. Negli ultimi anni visse nella casa di Carwitz, un rifugio apparentemente tranquillo dove però continuò a combattere contro i suoi demoni interiori, dipendenze, paure, sensi di colpa, una salute ormai distrutta. Morì nel febbraio 1947 a soli 53 anni, consumato da decenni di eccessi e tormenti. L’eredità di Fallada è quella di uno scrittore che non ha mai distolto lo sguardo dalla fragilità umana. Ha raccontato la Germania dei piccoli impiegati, delle famiglie impoverite, degli sconfitti, degli uomini e delle donne che la grande storia ignora ma che lui ha reso eterni.

Roberto Minichini, febbraio 2026

martedì 3 febbraio 2026

Why the Great Sufis Refused Power


In classical Islamic history there is a continuous line connecting figures such as al-Junayd (830–910), Rumi (1207–1273), Abu Yazid al-Bistami (804–874), al-Hallaj (858–922), al-Qushayri (986–1074), Abd al-Qadir al-Jilani (1077–1166), Shihab al-Din al-Suhrawardi (1154–1191), Ibn Arabi (1165–1240), al-Niffari (d. 965), Ansari of Herat (1006–1089), along with the Persian masters of Shiraz active between the twelfth and fourteenth centuries (1100–1399), the mystics of Baghdad active between the eighth and thirteenth centuries (700–1299), and the Iraqi ascetics of the Abbasid period (750–1258): all united by the unwavering conviction that the purity of spiritual experience arises from refusing political power, social prestige, and worldly authority. Abu Yazid al-Bistami (804–874) embodied the radical asceticism of early Khurasani Sufism; al-Hallaj (858–922) represented the extreme witness of refusing any compromise with authority; al-Qushayri (986–1074), writing in the midst of Seljuk ascendancy, taught in his “Risala” that Sufi authenticity is measured by freedom from worldly advantage; Abd al-Qadir al-Jilani (1077–1166) became a reference point in Baghdad precisely because of the distance he maintained from political structures; al-Suhrawardi (1154–1191), in the Ayyubid era, saw wisdom as a light that dims when the heart desires domination; Ibn Arabi (1165–1240), a bridge between Andalusia and the Eastern Islamic world in the thirteenth century, described worldly power as an illusion distracting from the inner reality; al-Niffari (d. 965) interpreted proximity to rulers as the abandonment of the inner self; Ansari of Herat (1006–1089) taught that spiritual poverty is preserved by avoiding rank and worldly temptation. Sufi sages did not seek positions in courts, did not turn their knowledge into social capital, did not shape their teachings to please the powerful, and considered proximity to rulers a contamination of the soul. Al-Junayd (830–910) described the Sufi path as sobriety and continuous presence before God rather than before political elites; Rumi (1207–1273), living in Seljuk-era Konya, described worldly power as dust that blinds the heart and prevents it from hearing the inner call; the Persian masters of the great khanaqahs active between 1100 and 1399 criticized court scholars who adapted religion to the ambitions of the sultan. Throughout the medieval Islamic world—from the Abbasid period (750–1258) to the Seljuk era (1037–1194) and the early Mongol centuries (1206–1400)—the same dynamic appears: those who sought power lost spiritual authority, while those who rejected power became points of reference for generations. This logic is not confined to the past; it illuminates the present. The idea that spiritual greatness can be measured by visibility, notoriety, cultural competition, or micro-fame is foreign to the Sufi tradition. The true sage does not enter symbolic contests, does not attempt to prove superiority, and does not display himself to gain recognition. His strength comes from another level: inner discipline, constancy in the remembrance of God, and the ability to remain silent while the world makes noise. Those who chase fame become agitated; those who cultivate presence become rooted. This is why the great Sufis became centers of gravity: sultans, judges, poets, and travelers crossed continents to hear them precisely because they asked for nothing, wanted nothing, and fought for nothing. The paradox of the inward path is simple: those who renounce visibility gain authority, while those who desire power lose the ability to guide. Today, as in the past, the measure of sincerity on the spiritual path does not lie in the noise one creates but in the clarity one leaves behind. This Sufi inheritance continues to speak to those living in environments saturated with intellectual vanity and useless competition: value does not arise from appearing important but from who one truly is when no one is watching.

 

Roberto Minichini, February 2026

Perché i Grandi Sufi Rifiutavano il Potere


Nella storia islamica classica esiste una linea continua che unisce figure come al-Junayd (830–910), Rumi (1207–1273), Abu Yazid al-Bistami (804–874), al-Hallaj (858–922), al-Qushayri (986–1074), Abd al-Qadir al-Jilani (1077–1166), Shihab al-Din al-Suhrawardi (1154–1191), Ibn Arabi (1165–1240), al-Niffari (m. 965), Ansari of Herat (1006–1089), i maestri persiani di Shiraz attivi tra XII e XIV secolo (1100–1399), i mistici di Baghdad attivi tra VIII e XIII secolo (700–1299) e gli asceti iracheni dell’epoca abbaside (750–1258): la convinzione incrollabile che la purezza dell’esperienza spirituale nasce dal rifiuto del potere politico, del prestigio sociale e dell’autorità mondana. Abu Yazid al-Bistami, vissuto tra 804 e 874, rappresentava l’ascesi radicale del primo sufismo khurasano; al-Hallaj, morto nel 922, incarnava la testimonianza estrema del rifiuto di ogni compromesso con l’autorità; al-Qushayri (986–1074), nel pieno dell’ascesa selgiuchide, spiegò nella sua “Risala” che l’autenticità sufi si misura dalla libertà rispetto ai vantaggi mondani; Abd al-Qadir al-Jilani (1077–1166) divenne a Baghdad un riferimento proprio per la distanza che manteneva dalle strutture di potere; al-Suhrawardi (1154–1191), nel periodo ayyubide, vedeva nella sapienza una luce che si oscura quando il cuore desidera il dominio; Ibn Arabi (1165–1240), ponte tra Andalusia e Oriente nel XIII secolo, definiva il potere terreno un’illusione che distrae dalla realtà interiore; al-Niffari (m. 965) vedeva nella vicinanza ai governanti un “abbandono dell’io interiore”; Ansari di Herat (1006–1089) parlava della “povertà spirituale” come condizione che si difende proprio evitando le tentazioni del rango. I sapienti sufi non cercavano incarichi nelle corti, non trasformavano la loro conoscenza in capitale sociale, non modellavano i loro insegnamenti per piacere ai potenti, e consideravano la vicinanza ai sovrani una contaminazione dell’anima. Al-Junayd definiva la via sufi un cammino di sobrietà e presenza continua davanti a Dio, non davanti ai governanti; Rumi, nel contesto selgiuchide di Konya, descriveva il potere terreno come polvere che acceca perché impedisce al cuore di ascoltare la voce interiore; i maestri persiani delle grandi khanaqah attivi tra 1100 e 1399 criticavano gli ulema di palazzo che adattavano la religione alle ambizioni del sultano. In tutto il mondo islamico medievale, dall’epoca abbaside (750–1258) al periodo selgiuchide (1037–1194) fino ai primi secoli mongoli (1206–1400), si vede la stessa dinamica: chi cercava il potere perdeva l’autorità spirituale, chi rifiutava il potere diventava punto di riferimento per generazioni. Questa logica non appartiene solo al passato ma illumina il presente. L’idea che la grandezza spirituale possa essere misurata con visibilità, notorietà, competizione culturale o micro-fama è estranea alla tradizione sufi. Il vero sapiente non entra nelle gare simboliche, non tenta di dimostrare di essere superiore, non si mette in vetrina per ottenere riconoscimento. La sua forza nasce da un altro livello: dalla disciplina interiore, dalla continuità nel ricordo di Dio, dalla capacità di restare silenzioso mentre il mondo rumoreggia. Chi cerca la fama si agita, chi coltiva la presenza si radica. Per questo i grandi sufi diventavano centri di gravità: sultani, giudici, poeti e viaggiatori attraversavano continenti per ascoltarli proprio perché non chiedevano nulla, non volevano nulla, non lottavano per nulla. Il paradosso della via interiore è semplice: chi rinuncia alla visibilità diventa autorevole, chi desidera il potere perde la capacità di guidare. Oggi come ieri, la misura della sincerità spirituale non sta nel clamore che una persona genera, ma nella limpidezza che lascia dietro di sé. Questa eredità sufi continua a parlare a chi vive immerso in ambienti saturi di vanità intellettuale e competizione inutile: il valore non nasce dall’apparire, ma da ciò che si è davvero quando nessuno guarda.

 

Roberto Minichini, febbraio 2026